2. Juli 2020 | Klima, Pressemitteilung, Sommertour, Wohnen und Bauen

Politische Fahrradtour durch Klimaschutz-Modellstadt

PRESSEMITTEILUNG 02.07.2020

Rheinsberg – Im Rahmen ihrer Sommertour „klimafreundliches Bauen und Wohnen“ traf die bau- und wohnungspolitische Sprecherin der Bündnisgrünen Fraktion im Brandenburger Landtag Ricarda Budke heute den Geschäftsführer der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Rheinsberg Stephan Greiner-Petter. Bei einer gemeinsamen Radtour durch die Stadt erfuhr Ricarda Budke mehr über das ganzheitliche Konzept, was die Stadt seit den 90er Jahren prägt.

Dazu sagt sie:

„Es ist beeindruckend, wie eine Stadt Klimaschutz vorantreiben kann, wenn alle an einem Strang ziehen. Das bereits seit 1991 hier die Weichen hin zu weniger, ja zu null, Emissionen gestellt wurden ist ein positives Beispiel für alle Kommunen. In Rheinsberg wurde Klimaschutz in der Stadt- und Wohnraumentwicklung mitgedacht. Das sieht man auch an dem neuen, erst kürzlich von der BBU prämierten Mietstromprojekt. Hier wird auf den Dächern der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Strom aus Sonne für die Mieterinnen und Mieter produziert. Solche Projekte müssen wir in ganz Brandenburg vorantreiben! Dafür ist es wichtig, kommunale Wohnungsbaugesellschaften zu stärken und neu zu gründen, wo sie fehlen.“

Zum Hintergrund:

In der Woche vom 29. Juni bis 3. Juli besucht Ricarda Budke viele Akteur*innen in den Bereichen Bauen und Wohnen in ganz Brandenburg, um Eindrücke für ihre weitere parlamentarische Arbeit und über das Zusammenwirken von Bauen/Wohnen und Klimafreundlichkeit zu sammeln. Laut Bundesregierung stammen 28 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland direkt oder indirekt aus dem Gebäudesektor (Stand 2018)[1]. Anlass der Tour ist die Überarbeitung der Brandenburger Bauordnung im Herbst dieses Jahrs.

Rheinsberg ist eine von drei Modellkommunen, die Anfang der 90er Jahre durch jeweilige Landesausschreibungen zu sogenannten Brundtland-Städten wurden. Seit 1991 hat sich Rheinsberg verpflichtet klimaschutztechnisch neue Wege zu beschreiten und die Emissionen, angelehnt an den UN-Klimaschutzbericht von 1987, deutlich zu reduzieren. Das neuste Projekt ist das Brandenburg-weit größte Mietstromprojekt, bei dem 350 Wohnungen durch Solarstrom auf den Hochhäusern versorgt werden.


[1] Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/klimaschutz/klimafreundlich-wohnen-1672900, abgerufen am 24.06.20, 17:23 Uhr.

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